Nachdem ich die letzten Tage die ersten Gipfel, unter anderem die Zugspitze, besteigen durfte, geht es für mich nun weiter durch das schöne Ötztal und dann hoffentlich über die Grenze nach Italien.
Tag 17 – Winnebachseehütte bis Sölden – 07.08.2026
24,2 km / H 1420m / R 2280m
Für heute steht wieder eine interessante Tour auf dem Plan. Über das Atterkarjöchel möchte ich ins Ötztal gelangen. Also stehe ich wieder pünktlich auf und frühstücke noch. Nachdem ich mich von den Leuten verabschiedet habe geht es auch schon wieder los.

Am Morgen hat es aufgeklart und es sieht nach schönem Wetter zum Wandern aus. Für mich geht es erstmal auf entspannten Pfaden hinunter nach Gries. Der Weg ist einfach zu gehen und es ist schön zu sehen, wie die Wolken vor mir noch im Tal hängen.

Bereits nach kurzer Zeit komme ich in Winnenbach an. Anstatt komplett nach Gries abzusteigen, biege ich ab und spare mir somit einige Höhenmeter.
Zuerst geht es am Hang entlang durch den Wald und bald über eine breite Forststraße wieder etwas nach oben zur Ambergerhütte. Nach weniger als 2h komme ich dort an und trinke erstmal einen Espresso, während ich mir die Berge vor mir betrachte. Einige wirken regelrecht einladend um sie zu erklimmen.

Da ich aber noch über das Atterkarjöchel muss, was weiter 6 Stunden bis Sölden bedeutet und mit T6 immerhin als schwierige Tour eingeschätzt wird, verzichte ich auf einen weiteren Gipfel am heutigen Tag. Ich schaue mir die anspruchsvolle Route nochmals im Wanderführer an, fülle meine Wasserreserven auf und mache mich auf den Weg.
Zuerst geht es kurz über Wiesen das Tal nach hinten. Dann biegt der Weg aber rechts ab und es geht direkt steil bergauf. Nachdem ich den ersten Hang und somit die ersten Höhenmeter absolviert habe, geht es etwas entspannter nach oben, aber trotzdem die ganze Zeit bergauf.

Vom Gletscher, welchen man früher noch queren musste, ist nicht mehr viel übrig und somit muss ich über grobes Gestein weiter hinauf steigen.

Kurz vor dem Übergang, geht es dann etwas mit den Händen weiter nach oben. Auf die alten Metallstufen, die in den Fels gebohrt wurden, kann ich verzichten und stattdessen über Steine nach oben gelangen.

Von der Scharte, welches den höchsten Teil der Etappe bildet, habe ich einen herrlichen Blick auf die Berge der Umgebung. Immerhin bin ich mit 2976m knapp an der 3000er Marke angelangt. Da sonst auch niemand hier unterwegs ist, mache ich 10 Minuten Pause und starte dann auf der anderen Seite mit dem Abstieg.

Hier geht es sehr steil nach unten und direkt neben dem Weg noch steiler bergab. Der absoluten Trittsicherheit, die in meinem Wanderführer extra hervorgehoben wurde, stimme ich in diesem Fall zu. Ein Fehltritt wurde definitiv zu einem bösen Sturz führen und somit bin ich hier sehr vorsichtig und weniger schnell unterwegs. Zwischendrin kommen immer wieder Abschnitte am Hang, an denen der Weg anscheinend abgerutscht ist und ich somit am weglosen, rutschigen Hang entlang muss und ein abrutschen nicht passieren darf.

Auch wenn der Weg sicher nicht ungefährlich ist, so ist es zumindest technisch gesehen nichts, was ich nicht schon gemacht hätte und somit lasse ich den steilen Teil auch bald hinter mir.
Weiter unten geht es dann wieder flacher und auf einfacheren Wegen voran, weshalb ich das Tempo hier wieder anziehe und somit schneller vorankomme.
Auch wenn immer wieder Zeichen sichtbar sind, so ist der Weg nicht wirklich ersichtlich. Anscheinend sind hier sehr wenige Leute unterwegs und es hat sich kein richtiger Trampelpfad gebildet. Ich wandere also durch das weglose Gelände über Wiesen und Steine dem Bach entlang und kann manchmal nur erahnen, wo es weitergeht. Die Natur hier ist dafür in ihrer natürlichen Form wirklich schön und ich genieße das Wandern sehr, auch wenn ich immer das anrückende Gewitter im Hinterkopf habe, das für den Nachmittag gemeldet ist.

Bald erreiche ich immerhin die Baumgrenze, wodurch ich einigermaßen geschützt sein sollte. Von hier an folgt ein langer und für die Knie weniger schöner Abstieg nach Sölden. In dutzenden Serpentinen geht es immer wieder von links nach rechts und wieder zurück, nach unten. Durch den Regen der Nacht zuvor, sind einige Stellen rutschig. Nichtsdestotrotz wandere ich immer weiter ins Tal hinab. Bald erblicke ich das erst mal Sölden, muss aber noch einige hundert Höhenmeter absteigen.

Auf den letzten Metern muss ich dann nochmals unerwartet umplanen. Die Brücke, welche mich eigentlich über einen Gebirgsfluss führen sollte, gibt es nicht mehr und stattdessen finde ich ein großes Loch vor mir in der Straße. Auf die andere Seite zu kommen erscheint mir unrealistisch und somit schaue ich kurz auf der Karte, was ich machen kann.

Etwas unterhalb gibt es anscheinend eine andere Straße und somit steige ich querfeldein über eine Wiese und durch den Wald zu dieser Straße hinab. Dort angekommen, folge ich dieser nach Sölden. Anscheinend gab es hier gewaltige Erdrutsche. Viele Bagger sind im Einsatz, den Fluss wieder zu befreien und große LKWs fahren Schutt weg. Nach einigen Kilometern komme ich an einer Art Checkpoint vorbei und werde von einem Mitarbeiter angesprochen, wieso ich in diesem Sperrgebiet unterwegs bin. Dort hineinzukommen sei strengstens verboten. Als ich ihm erkläre, dass ich von der anderen Seite des Berges komme und die Straße einfach aufgehört hat, ist alles in Ordnung und er lässt mich weitergehen.
Danach geht es noch kurz nach Sölden hinein. Eigentlich wollte ich auf den Campingplatz im Ort. Da dieser aber 34€ für ein einfaches Zelt ohne Auto verlangt, buche ich mir doch lieber mal wieder ein günstiges Hotel. Dann folgt das übliche Prozedere. Ich kaufe in einem Supermarkt ein, um meine Reserven aufzufüllen, wasche meine Kleider und gehe noch Pizza essen. Interessant ist, dass es auf der Karte keine vorgefertigten Pizzen gibt, sondern man einfach 3 Zutaten zu Soße und Mozzarella auswählen darf – Knoblauch und viel scharf gratis dazu.

Zurück im Hotel, schlafe ich dann gegen 21 Uhr ein.
Tag 18 – Sölden bis Martin-Busch-Hütte – 08.08.2026
34,1 km / H 2620m / R 1500m
In meinem Bett habe ich heute gut geschlafen. Pünktlich um 7:30 Uhr stehe ich auf und gehe zum Frühstück. Dort schlage ich kräftig zu, da heute eine lange Etappe Etappe auf mich wartet. Kurz nach 8 Uhr geht es dann endlich los.
Ich verlasse Sölden und es geht erstmal entspannt nach Zwieselstein und von dort aus weiter nach Obergurgl. Auf diesen ersten Metern ist der Weg relativ unspektakulär und da es sanft nach oben geht, komme ich gut voran.

Kurz nach Obergurgl lege ich eine erste Pause ein. Bis dahin habe ich bereits die ersten 11 km voll gemacht.
Auf schmalen Wegen geht es nun das Tal nach hinten und immer sanft bergauf.

Der Weg hier ist wirklich traumhaft, da ich dauerhaft Gletscher im Blick habe. Auch wenn ich das Ramohlhaus bereits von weitem erblicken kann, dauert der Aufstieg doch einige Zeit.

Immer wieder geht es über kleine Bäche, bei denen man auch gut sein Wasser auffüllen kann.

Gegen 14 Uhr erreiche ich nun das Ramohlhaus, welches das Minimalziel meiner heutigen Etappe ist. Da ich nun doch relativ früh hier bin und das Wetter den ganzen Tag halten soll, lege ich eine kurze Pause ein und mache mich dann erneut auf den Weg, das Ramohljoch zu bezwingen.

Die letzen Meter geht es zwar am Stahlseil nach oben, aber ich schaffe es ziemlich schnell zum höchsten Punkt, von wo aus ich eine gute Aussicht habe.

Hier noch ein Bild von der Aussicht.

Über Geröll steige ich die ersten Höhenmeter wieder ab und komme dann bald wieder auf kleinere Pfade, wo ich das Tempo nochmals anziehe, da ich immerhin weitere 3h Wanderung vor mir habe. Aber für eine kleine Pause, um die Umgebung zu betrachten, bleibt natürlich trotzdem Zeit.

Es geht dir meiste Zeit sanft bergab und langsam merke ich die Strapazen der heutigen Tour. Immerhin bin ich bald schon 8 Stunden unterwegs und habe an die 30 km absolviert.

Der Abstieg zieht sich dann ziemlich und ich spüre die lange Tour in meinen Beinen. Über eine kleine Stahlbrücke geht es über einen Gebirgsfluss und von dort aus über einen Fahrtweg wieder hinauf zur Martin-Busch-Hütte.


Während ich die letzten Höhenmeter bewältige, kommen mir immer wieder Leute entgegen, die nach Vent absteigen. Ich gehe weiter hinauf und als ich dann endlich an der Hütte ankomme, habe ich immerhin über 34km mit über 2600 Höhenmeter im Aufstieg absolviert. Umso mehr freue ich mich, dass ich auch ohne Reservierung noch einen Platz im Lager bekomme und nicht weiter wandern muss. Da es bereits nach 18 Uhr ist, gibt es noch eine schnelle Dusche und dann auch schon Abendessen.

Da ich spät an den Tisch komme, wird die Suppenschüssel nochmals aufgefüllt und spaßig gesagt, dass ich nun aber auch alles essen muss. Umso erstaunter sind die Leute, als ich nach drei Tellern Suppe tatsächlich die Schüssel leer gemacht habe. Danach gibt es für mich noch Lamm mit Reis und eine Nachspeise.
Nach dem Essen Unterhalter ich mich mit Bob, einem Amerikaner aus Colorado der schon länger in Deutschland lebt und einige interessante Geschichten zu erzählen hat. Er hat mehrmals in seinem Leben den Job gekündigt um zu reisen und war dabei in Patagonien, Alaska, Kanada und vielen anderen Gegenden unterwegs. Zuletzt hat er die zehn größten Seen von Deutschland mit dem Rad umrundet und arbeitet gerade daran, die zehn längsten Flüsse von Deutschland vom Ursprung bis zur Mündung abzufahren.
Nach einem unterhaltsamen Abend mit ihm, gehe ich gegen 21 Uhr dann erschöpft schlafen.
Tag 19 – Martin-Busch-Hütte bis Kurzras – 09.08.2026
16,7 km / H 1220m / R 1720m
Eigentlich hatte ich ganz gut geschlafen, aber anscheinend sind die E5-Wanderer alle übermotiviert. Bereits um 5:30 Uhr wache ich auf, da einige Leute schon Sachen packen. Ich bleibe noch bis um 6 liegen, gehe dann aber frühstücken.
Eine halbe Stunde später bin ich bereits auf dem Weg und da ich zum Saykogel abbiege, bin ich auch direkt alleine unterwegs. Es geht bei schönstem morgendlichen Wetter direkt nach oben.

Anfangs noch über eine Wiese und später dann vermehrt über Geröll. Die lange Etappe von gestern hängt mir noch etwas nach und somit komme ich nicht ganz so schnell wie sonst nach oben. Ich bleibe häufiger stehen und schaue mir die Aussicht an.
Zwischendrin bekomme ich einen spektakulären Hangrutsch zu beobachten und bin froh, dass ich nicht in dieser Gegend unterwegs bin. Das Gestein bei mir bleibt zum Glück wo es ist und somit steige ich weiter hinauf.

Der Anstieg selbst ist nicht besonders schwer und somit komme ich nach einigen hundert Höhenmeter auch bald am Gipfel des Saykogel auf 3350m an. Das Panorama von hier oben ist wirklich bezaubernd und ich entscheide mich hier eine Pause zu machen.
Hier ein schönes Panoramabild vom Gipfel. Geübte Bergsteiger sollten mindestens eine davon erkennen.

Zuerst schaue ich mich etwas um, bevor ich mich dann hin setzte, meinen Kocher auspacke und anfange mir einen Kaffee zu machen.

Wenig später steigt ein anderer junger Mann herauf und wie sich herausstellt, ist er der Koch des Hochjoch-Hospiz, einer Hütte etwas weiter unten. Er kommt eigentlich von Bremen, arbeitet aber bereits seit einigen Jahren als Koch in Österreich und dieses Jahr zum ersten Mal auf einer Hütte. Da er einen freien Tag hat, nutzt er die Gelegenheit eine Wanderung zu unternehmen. Wir unterhalten uns eine ganz Weile, bevor wir uns in entgegengesetzte Richtungen an den Abstieg machen.
Für mich kommt jetzt ein etwas schwierigerer Abstieg auf mich zu. Über Felsen und Geröll klettere ich über einen Kamm nach unten. Links und rechts davon geht es steil bergab und auch hier ist absolute Trittsicherheit notwendig. Ein Ausrutscher würde mich einige hundert Höhenmeter hinunter auf den Gletscher werfen, wodurch ich hier wieder besonders acht gebe und häufiger meine Hände nutze, um mich an den Felsen festzuhalten.

Nach einiger Kletterei komme ich aber wieder auf normalere Pfade und kann dort dann auch das Tempo etwas erhöhen. Neben mir sehe ich weiterhin das schöne Eis in der Sonne glänzen.

Es geht weiter bergab und irgendwann etwas nach rechts, obwohl ich eigentlich zur nächsten Hütte nach links muss. Anscheinend bin ich aber trotzdem richtig, denn der Weg führt mich irgendwann mit einer Brücke über den Gletscherfluss und dann auf der anderen Seite wieder zurück. Von hier an geht es dann weiter bergauf. Da ich den langen Tag von gestern in den Muskeln merke, wandere ich nur langsam vor mir hin und lege auch 2-3 Pausen ein.

Der Anstieg zur Schönen-Aussucht-Hütte zieht sich, ist aber insgesamt entspannt zu gehen. Immer wieder sind Treppenstufen vorhanden, wodurch das Wandern leicht fällt. Ziemlich genau zur Mittagszeit komme ich dann an einem alten Grenzposten vorbei, der an die Zeit der bewachten Grenze zwischen Italien und Österreich erinnert. Zum Glück sind diese Zeiten vorbei und somit spaziere ich einfach über die unspektakuläre Grenze nach Italien – ein weiteres Land, welches ich nun zu Fuß von zu Hause aus erreicht habe.

Etwa 10 Minuten später komme ich dann auch an der Schönen-Aussucht-Hütte an. Da ich schon wieder Hunger habe, gönne ich mir Bratkartoffeln mit Speck und Spiegelei. Dazu eine kalte Cola.

Nach dem Essen fängt der lange Abstieg nach Kurzras an. Über gut ausgebaute Wanderwege mit etlichen Steinstufen laufe ich ins Tal hinunter und komme dort bereits um 14:30 an.

Eigentlich wollte ich heute wieder zum Tascheljöchel aufsteigen und dort in der Biwakhütte übernachten. Nach einem kurzen Blick auf das Wetter, stelle ich aber entsetzt fest, dass für heute Abend wieder Gewitter gemeldet sind. Da ich mir nicht sicher bin, ob das Biwak auch einen Blitzableiter hat oder nicht, entscheide ich mich schweren Herzens dazu hier zu bleiben. Auf booking.com wird mir die günstigste Unterkunft für 240€ angeboten. Also Frage ich doch lieber direkt bei den Hotels nach. Das erste ist mir mit 150€ dann auch zu teuer, aber beim zweiten bekomme ich dann doch noch ein verhältnismäßig günstiges Zimmer mit Halbpension. Also bleibe ich dort und nehme eine Dusche. Danach lese ich und warte auf das Abendessen, da ich sonst nicht wirklich etwas zu tun habe und es in dem kleinen Ort, welcher nur aus Hotels und Bergbahnen besteht, auch nichts anzuschauen gibt.
Tag 19 – Kurzras bis Schlanders – Montag 10.08.2026
20,7 km / H 850m / R 2160m
Frühstück gibt es leider erst ab 8 Uhr und somit bleibe ich lange liegen, schlage aber beim Essen dann direkt wieder kräftig zu, wodurch ich erst gegen 9 Uhr loskomme.
Auch heute geht es wieder direkt nach Kurzras lange bergauf. Knapp 800 Höhenmeter gibt es für mich zu überwinden. Anfangs wandere ich noch durch den Wald und bald über kleine Pfade am Hang entlang über Gestein nach oben.

Ich treffe unterwegs keine Menschenseele und genieße somit die Ruhe, die nur durch mein Schnaufen gestört wird, und bekomme auch einige schöne Blick auf die Umgebung.

Anstatt der 3,5 Stunden, bin ich in weniger als 2h oben am Joch, wo eine große Baustelle anzutreffen ist. Die ehemalige Hütte, die leider bereits vor über 100 Jahren abgebrannt ist, wird wieder aufgebaut. Auch wenn überall Sachen herumstehen, sehe ich auch hier niemanden.

Auf der anderen Seite des Berges kommt nun ein sehr langer Abstieg mit ca. 2000 Höhenmeter auf mich zu. Zuerst wandere ich an einem kleinen, und dann an einem größeren Bergsee entlang.

Am Morgen ist es mir hier oben noch zu kalt und zu windig, um in das kalte Wasser zu springen, auch wenn es sehr verlockend wirkt. Nach dem See geht es weiter in das Tal hinunter und vor mir sind wieder einige schöne Gipfel zu erblicken.

Bald wird der Weg breiter und über eine Schotterstraße geht es weiter. Die Umgebung ist nicht besonders spektakulär und auch sonst passiert wenig. Über Stunden wandere ich nun auf Schotterpisten bergab, ohne das wirklich etwas passiert.

Lediglich meine Knie fangen an sich über den konstanten Abstieg zu beschweren. Kurz vor Schlanders, erblicke ich zum ersten Mal den Ort und das Tal, welches offensichtlich zum Obstanbau genutzt wird.

Die letzten Meter geht es nochmals steiler hinunter und dann erreiche ich bereits um 15 Uhr den kleinen Ort. Hier unten ist deutlich wärmer als auf dem Berg und der Schweiß läuft an mir herab, ohne dass ich etwas anstrengendes mache.
Eigentlich wollte ich auch heute wieder etwas weiter nach oben, aber ein abendliches Gewitter, wie bereits die letzten Tage, macht mir ein Strich durch die Rechnung. Also gehe ich auf den Campingplatz im Ort und bekomme einen Notplatz, da er eigentlich komplett ausgebucht ist. Nicht die schönste Stelle, aber sie erfüllt seinen Zweck. In den 25€ ist immerhin der Eintritt ins Freibad direkt nebenan inbegriffen. Somit baue ich kurz mein Zelt auf und gehe direkt ein par Bahnen schwimmen, solange die Sonne noch scheint, was sich wirklich gut anfühlt. Auch wenn ich eigentlich lieber mehr Strecke gemacht hätte, so freue ich mich doch auf die Abwechslung im Wasser – immerhin bin ich ja im Urlaub.
Später koche ich mir noch etwas von meinen Reserven, die ich bereits seit Tagen mit mir herumschleppe. Angereichert wird der Couscous mit einem Glas Tomatensoße, welche ich mir im Supermarkt gegenüber gekauft habe.

Danach schreibe ich an meinem Blog und lese noch etwas, bevor ich wieder früh schlafen gehe, um hoffentlich morgen wieder früher loszukommen und eine etwas längere Strecke zu absolvieren. Denn so langsam habe ich bedenken, dass ich es bis zum 18. wirklich bis nach Brescia schaffen werde.
Übersicht
Mittlerweile bin ich schon über zwei Wochen unterwegs und habe bisher einiges erlebt. Die ersten Gipfel sind bestiegen und mit dem Saykogel (3350m) habe ich auch schon den höchsten offiziellen Punkt meine Tour überschritten. Hier noch ein kleiner Überblick der bisherigen Strecke.
- 19 Tage unterwegs
- 613 km absolviert
- ~32 km pro Tag
- 18,520 m im Aufstieg
- 17,980 m im Abstieg
Und ein Blick auf die Karte zeigt, wie weit ich bisher gekommen bin. Mit der Ankunft in Schlanders, habe ich es nicht nur bis nach Italien geschafft, sondern auch das Ötztal und somit die Zentralalpen hinter mir gelassen.

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